Kinder bipolar ?

Im Netz kursieren mehrere Doks aus den USA und England, in denen Kinder, die angeblich bipolar sind, mit hochwirksamen Psychopharmaka und Neuroleptika zugedröhnt werden.

In den USA werden bereits Kinder als bipolar diagnostiziert, während hingegen  beispielsweise in Deutschland die Diagnose Bipolarität erst ab dem  jungen Erwachsenenstadium möglich ist.

Uns stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, im Wachstumsstadium befindliche Organismen mit hochwirksamen Psychopharmaka zu bombardieren und ob diese Praxis nicht eine Verschlimmbesserung darstellt.

Psychotherapie: Optionen

Allgemein herrscht Übereinkunft, dass Psychotherapie – ggf. neben Medikamenten – kurz- mittel- und langfristig wirksame Therapie bedeutet und unbedingt notwendig zur persönlichen Weiterentwicklung bei psychischen Störungen ist.

Es besteht die Wahl zwischen Verhaltenstherapie (VT), tiefenpsychologisch fundierter Therapie und Psychoanalyse.

Während bei VT die individuelle Herkunft, seelische Biografie und Umfeldbedingungen des/der Klienten/in zwar mit berücksichtigt, aber nicht weiter analysiert werden und das „normale“ Verhalten/ bzw. das Erlernen „richtigen“ Verhaltens/ „richtiger“ Kognitionen angesichts alltäglicher Aufgaben im Zentrum der Behandlung stehen, werden  bei psychodynamischen Verfahren und Psychoanalyse die Herkunft/ (frühe) Entwicklung der/ des zu Behandelnden ins Zentrum gestellt.

Verkürzt ausgedrückt wird bei VT „richtige/s“ Kognition und Verhalten gelernt, wohingegen bei tiefenpsychologischen V. und Psychoanalyse der Umweg über das Erkennen der individuellen seelischen Entwicklung im Kontext der Beziehungen, Erziehung und Umfeldbedingungen genommen und so der/ m Klientin/ en ein Erklärungsmodell des eigenen Empfindens/ Verhaltens geliefert wird. Das Erklärungsmodell kann dann individuelle Verhaltens- und Kognitionsmuster offenbaren und die Richtung hin zu Kognitions- / Verhaltensänderungen weisen.

Bei Bipolaren wird häufig von Psychoanalyse abgeraten, da die dort in der Therapie auftretenden emotionalen Belastungen (etwa bei frühkindlichen Erinnerungen oder bei der Behandlung der Beziehungen zu Bezugspersonen) eine emotionale Schieflage anstossen können angesichts des ohnehin schwer balancierbaren Emotionshaushalts. Hierbei ist jedoch zuj beachten, dass die/der zu Behandelnde jederzeit die Therapie inhaltlich bestimmen kann und beispielsweise auch belastende Behandlungsinhalte beenden kann.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang ist, dass die Behandlungsdauer (bewilligte Stunden) bei Pychoanalyse am höchsten  ist.

Unserer Ansicht nach muss in Zukunft hinsichtlich der einzelnen Therapieoptionen integrativer gedacht werden und Mischformen der Therapie angeboten werden.

Förderung durch die gesetzlichen Krankenkassen

 Wir werden weiterhin durch die gesetzlichen Krankenkassen und ihre Verbände in Bayern – Runder Tisch Region München – gefördert.

Dies bedeutet, dass uns weiterhin eine Funktion als zusätzliche Säule im Gesundheitswesen zuerkannt wird.